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Haarausfall

Juckende Kopfhaut: Was kann ich dagegen tun?

Autor:
Tabea Lange
Geprüft von:
Aktualisiert:
15.3.21
Hand kratzt auf der Haut | Kristina Nor - Pexels

Juckende Kopfhaut – Was ist das?

Die Kopfhaut ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers und reagiert entsprechend stark auf externe wie interne Einflüsse. Sonne, Kälte, falsche Pflegeprodukte aber auch Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder Stress - das alles kann zu Trockenheit, Schuppenbildung und Kopfjucken führen. Studien haben gezeigt, dass über 40% der Bevölkerung unter einer solchen empfindlichen Kopfhaut leiden, wovon 25% über Kopfjucken klagen¹.

So entsteht juckende Kopfhaut

Kopfjucken kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Denn die natürliche Reaktion auf lästiges Jucken ist das Kratzen an den betroffenen Stellen, was zu Schädigungen der Haut und einer Verstärkung der Symptomatik führt. Die Folgen: rote kratzende Kopfhaut, Schwellungen, Spannungsgefühle, Schmerzen, Erwärmung und Schuppen.

Aufbau der Kopfhaut
Die Kopfhaut besteht, wie unsere restliche Haut auch, aus mehreren Schichten. Während in den tieferen Schichten stetig neue Zellen gebildet werden, werden an der Hautoberfläche die alten und abgestorbenen Zellen abgestoßen. In der Haut selbst sitzen Haarwurzeln, Talg- und Schweißdrüsen, Immunabwehrzellen und Nerven. Diese Bestandteile sind für den Flüssigkeitsaustausch, die Sinneswahrnehmung und die Temperaturregulation zuständig.

Folgen trockener und juckender Kopfhaut

Das extreme Kratzen an der Kopfhaut ist verständlich. Allerdings ist genau diese Reaktion fatal: Denn durch das Kratzen werden die Struktur und Prozesse der Haut gestört und die Symptome des Kopfjuckens verstärken sich. Hinzu kommen weitere Symptome wie Schuppen oder Trockenheit. Viele kratzen sich die Kopfhaut sogar blutig und reißen sich die entstandenen Wunden immer wieder auf.

Folgen einer juckenden Kopfhaut

Was hat eine juckende Kopfhaut mit Haarausfall zu tun?

Juckende Kopfhaut und Haarausfall können Hand in Hand gehen. Dabei kann der Juckreiz die Ursache für den Haarausfall oder aber ein Symptom des Haarausfalls sein.

Das starke Kratzen schadet der Kopfhaut. Denn dabei werden die Bestandteile der Haut auf dem Kopf angegriffen oder sogar zerstört - unter anderem auch die Haarfollikel und Haarschäfte. Die Folge kann mechanisch bedingter Haarausfall sein. Je nach Ursache des Kopfjuckens werden auch ohne das Kratzen die Haarfollikel angegriffen - etwa bei Dermatophytose-Infektionen.

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

"Gesundes Haar benötigt eine gesunde Kopfhaut. Wenn sich die Kopfhaut entzündet, löst das nicht nur einen Juckreiz aus, sondern auch die Haare leiden darunter und fallen aus. Kommen Vernarbungen dazu, ob durch das Kopfhautkratzen oder die Entzündung selbst, können die Haarwurzeln irreparabel zerstört werden. Deshalb sollte Kopfhautjucken immer ernst genommen und behandelt werden."


Mögliche Ursachen einer juckenden Kopfhaut

Kopfhautjucken kann einem das Leben schwer machen. Die Ursachen für Kopfjucken, Schuppen und Trockenheit sind vielfältig und reichen von falscher Pflege über Allergien bis hin zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Deshalb ist es umso wichtiger, bei Kopfjucken auf Ursachenforschung zu gehen. Dafür reicht meist bereits ein genauer Blick auf die Kopfhaut.

Hat man bei Nierenkrebs Schmerzen?
Schmerzen bei Nierenkrebs sind selten. Gelegentlich kann es jedoch zum sogenannten Flankenschmerz, einem dumpfen Schmerz im seitlichen Rücken, kommen.

Trockene Kopfhaut durch Fett- und Feuchtigkeitsmangel

Eine trockene Kopfhaut ist meist durch die Unterproduktion von Talg und den folglichen Mangel an Fett und Feuchtigkeit bedingt. Verantwortlich dafür können - neben der genetischen Veranlagung zu trockener Haut - Sonne, Kälte, Salz- und Chlorwasser, eine niedrige Luftfeuchtigkeit, zu heißes Föhnen sowie das Tragen von Mützen und Co sein. Da trockene Haut dazu neigt, überempfindlich zu reagieren, ist sie schneller von Entzündungen und Reizungen betroffen. Außerdem kann sie sich weniger gut vor Reizstoffen, Allergenen und Sensibilisatoren schützen. Juckreiz ist bei trockener Kopfhaut also vorprogrammiert.

Wie entstehen Schuppen?
Was eine übermäßige Schuppenbildung hervorruft, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ein begünstigender Faktor scheint jedoch eine Störung der Talgdrüsenfunktion zu sein. Das fettige Sekret verhindert die Austrocknung der Haut und hält sie elastisch, geschmeidig und gesund. Wird zu wenig Talg produziert, hat man eine trockene und empfindliche Kopfhaut. Die Folgen sind Kopfjucken, Schuppen und Entzündungen.
Talkproduktion ist vermehrt Talkproduktion ist vermindert
  • Die Kopfhaut wird ölig
  • Die Haare werden fettig
  • Die Kopfhaut wird trocken und empfindlich
  • Es treten vermehrt Schuppen, Kopfjucken und Entzündungen auf

Tabelle 1: Störung der Talgdrüsenfunktion und ihre Folgen

Schuppen: Seborrhoisches Ekzem

Eine übermäßige Schuppenbildung führt häufig zu einer erhöhten Anzahl an Hefepilzen. Diese Hefepilze sind eigentlich Teil der gesunden Hautflora. Sind Hautbarriere und Immunsystem jedoch geschädigt und übermäßig viele Schuppen auf der Kopfhaut, explodiert die Anzahl dieser Pilze. Entzündungen wie das Seborrhoisches Ekzem sind die Folge. Dieses Ekzem zeigt sich in Form von roter juckender Haut auf dem Kopf und weiß-gelblichen Flocken und Klumpen von abgestorbener Haut.

Neurodermitis auf der Kopfhaut

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, bei der die Schutzfunktion der Haut herabgesetzt ist. Dadurch führt der Kontakt mit Keimen, physikalischen oder chemischen Reizen sehr leicht zu Entzündungen. Neurodermitis auf der Kopfhaut wird als extremes Jucken empfunden. Hinzu können Haarausfall sowie Schmerzen beim Kämmen oder jeder anderen Art von Berührung der Kopfhaut kommen. Jede Art von Belastung der Kopfhaut - zum Beispiel durch Styling (Färben, Föhnen etc.) oder ein zu warmes Klima, kann die Neurodermitis deutlich verschlechtern.

Dermaphytose: Juckende Kopfhaut durch Pilz

Pilzerkrankungen können alle Bereiche des Körpers befallen. Besonders häufig sind neben den Schleimhäuten auch Hautbereiche betroffen, die keratinhaltige Strukturen - also Nägel oder Haare - ausbilden. Bei Pilzerkrankungen auf der Kopfhaut spricht man von einer Tinea capitis. Auslöser sind beim Menschen meist folgende Pilze: Trichophyton, Epidermophyton und Microsporum. Eine häufige Pilzerkrankung ist die Dermatophytose, welche über direkten Körperkontakt von Mensch zu Mensch oder durch Tiere übertragen wird. Neben Juckreiz treten weitere Symptome wie Rötungen oder Blasenbildung auf der Kopfhaut auf. Unbehandelt kann der Pilz von den oberen Hautschichten bis tief in die Haarfollikeln wandern und zu erheblich bedingten Haarausfall führen.

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

"Eine Pilzinfektion auf der Kopfhaut kann starken Juckreiz auslösen. Dennoch solltest Du unbedingt vermeiden, an der Kopfhaut zu kratzen. Durch das Aufkratzen der Haut können die Pilzsporen in tiefere Hautschichten eindringen und dort weitere Entzündungen - im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung - auslösen."

Juckende Kopfhaut durch Läuse, Milben und Co.

Extremes Kopfjucken ist typisch für einen Befall mit Parasiten wie Milben, Kopfläusen oder Flöhen. Diese Parasiten fügen unserer Kopfhaut kleinste Verletzungen zu, um an unser Blut zu kommen. Die kleinen, juckenden, rötlichen Schwellungen lösen bei uns starkes Kopfjucken hervor. Grund ist der Speichel, den die Parasiten beim Biss in unsere Haut abgeben. Ein Parasitenbefall zeigt sich besonders häufig im Kindesalter, kann jedoch auch Erwachsene betreffen.

Faktencheck ✔
Es gibt viele Mythen über Kopfläuse. So meinen manche, dass Kopfläuse nur in schmutzigen Haaren leben, springen können und besonders gerne lange Haare mögen. Das ist jedoch Quatsch. Kopfläuse können jeden befallen. Dafür krabbeln sie von einem Kopf auf den anderen. Voraussetzung ist also ein enger Kopfkontakt.

Kopfjucken als allergische Reaktion

Unsere Kopfhaut kann auf verschiedene Stoffe empfindlich reagieren. Schuld für eine solche Kontaktdermatitis sind meist Reizstoffe, Allergene, Sensibilisatoren und Duftstoffe spezieller Pflege- oder Stylingprodukte. Hinweis auf eine Allergie ist ein sehr plötzliches Auftreten des Kopfjuckens. Eine vorangegangene Umstellung der Pflegeprodukte ist dabei kein Muss, denn selbst bei langjährig verwendeten Produkten kann es zu einer plötzlichen Unverträglichkeit kommen.

Juckende Kopfhaut - Hormone

Hormone sind unter anderem für die Produktion natürlicher Öle im Körper verantwortlich. Eines dieser Öle ist Talg, welches auf der Kopfhaut eine wichtige Rolle für die Feuchtigkeitsbalance von Kopfhaut und Haaren spielt. Bei hormonellen Veränderungen oder Störungen - etwa in der Pubertät - kann es jedoch zu einer Über- oder Unterproduktion der Talgdrüsen kommen. Reagiert eine Person zusätzlich sensibel auf Ölsäure, fängt die Kopfhaut an zu jucken und zu schuppen.

Kopfjucken durch Stress

Bei übermäßigem Stress werden Hormone wie Adrenalin ausgeschüttet, durch welche sich die Muskeln im gesamten Körper verstärkt anspannen. Dadurch kann es unter anderem auch zu Verspannungen der Kopfhaut kommen. Kopfschmerzpatienten weisen gegenüber Kontrollpersonen eine statistisch bedeutsam höhere Druckempfindlichkeit der Kopfhaut auf.³ Auch brennende juckende Kopfhaut kann die Folge der Anspannung sein.

Kopfjucken durch “Haarschmerzen”
Trichodynie, wörtlich übersetzt als Haarschmerz oder im Englischen bekannt als “Burning-Scalp-Syndrom” ist eine Krankheit, die Empfindungsstörungen an der Kopfhaut hervorruft. Die Symptome reichen von einem leichten Kribbeln des Kopfes über schmerzhaftes Brennen bis hin zu Haarausfall und Spannungskopfschmerzen. Veränderungen der Kopfhaut zeigen sich - abgesehen von den Folgen des Kratzens - bei der Trichodynie nicht.

Reste von Pflegeprodukten führen zu Kopfjucken

Nicht alle Pflegeprodukte bringen den erwünschten Effekt - ganz im Gegenteil: Einige Produkte können Kopfhaut und Haare gar austrocknen und angreifen. Schuld daran sind die Inhaltsstoffe der Pflege- oder Stylingprodukte. Umso wichtiger ist es daher, die Produkte schnell und gründlich mit klarem Wasser auszuspülen und nicht zu lange auf der Kopfhaut verbleiben zu lassen. 

Besonders fatal sind Silikone, welche nach einiger Zeit der Anwendung Produktreste auf der Kopfhaut bilden. Diese Produktreste beinhalten Allergene, Reizstoffe und Sensibilisatoren. Dringen diese Inhaltsstoffe in die Kopfhaut ein, versucht die Haut die Stoffe wieder auszuscheiden und es kommt zu Reizungen und Juckreiz.

Juckende Kopfhaut durch externe Reize

Auch äußere Einflüsse sind als Ursachen für Kopfjucken zu nennen. Dabei können sowohl mechanische Reizungen - etwa durch das Tragen von Hüten, Mützen oder Helmen - als auch chemische Beeinträchtigungen - insbesondere durch Shampoos, Haarfärbemittel, Haarspray und Haargel - ein verstärktes Kopfjucken hervorrufen. Verantwortlich sind dabei meist durch die externen Einflüsse bedingte Entzündungen der Haut. Auch extrem hohe oder tiefe Temperaturen reizen die Kopfhaut und trocknen sie aus. Deshalb kann es insbesondere im Winter, wo die Luft sehr trocken und kalt ist, zu stark juckender Kopfhaut kommen.

Histamin und Kopfjucken

Eine weitere Ursache für Kopfjucken kann ein Überschuss an Histamin sein⁵. Dieser Botenstoff verursacht ein über die Nervenfasern der Haut an das Gehirn weitergeleitetes Signal. Dieses kann eine juckende, brennende Kopfhaut zur Folge haben. Ein Histamin-Überschuss kann durch bestimmte Lebensmittel - etwa Rotwein oder Milchprodukte - bedingt sein.

Wann mit juckender Kopfhaut zum Arzt?

Wenn die Kopfhaut nur für kurze Zeit juckt, reicht oftmals bereits der Gang zu einer Apotheke oder die Umstellung der Pflege- und Stylingprodukte. Dauern die Symptome aber über einen längeren Zeitraum an und sind von Schmerzen, Ausschlag oder Entzündungen begleitet, solltest Du einen Arzt - am besten einen Dermatologen - aufsuchen.

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

"Für die Behandlung von Kopfhautjucken ist es wichtig, seine Ursache zu verstehen. Viele ursächliche Krankheiten können bereits per Blickdiagnose festgestellt werden. Daher sind Fotos der betroffenen Stellen bei einer digitalen Diagnosestellung sehr hilfreich. Zusätzlich können Allergietests und Laboruntersuchungen der Haut zum Einsatz kommen."


Was tun bei juckender Kopfhaut

Wenn Du juckende Kopfhaut hast, ist es wichtig, zunächst erst einmal herauszufinden, durch was diese verursacht ist. Denn nur wenn Du weißt, was die Ursache für das Kopfjucken ist, kannst Du ganz gezielt und effektiv dagegen ankämpfen.

Ursachen Was kannst Du tun?
Unverträglichkeiten
  • Pflege- und Stylingprodukte durch besser verträgliche, mildere und natürliche austauschen
  • gegebenenfalls durch einen Allergietest kritische Inhaltsstoffe identifizieren
Parasiten / Pilze
  • Anwendung spezieller Behandlungen, Materialien (z.B. Läusekämme) oder Medikamente (z.B. Kortisonpräparate, Antihistaminika)
Ekzeme / Neurodermitis
  • Spezielle Cremes stellen die natürliche Balance und Schutzschicht der wieder her und bekämpfen Entzündungen
  • Im Extremfall: UV-Lichttherapie (Behandlung mittels UVA und UVB-Strahlen, die den Wachstum der Zellen der oberen Hautschicht hemmen, sodass entzündliche Hautveränderungen schneller abheilen⁵)
Psychische Faktoren
  • Entspannungsübungen, z.B. gegen Trichodynie
  • Methoden zur Muskelentspannung: Kopfhautmassagen, Akupunktur, muskelentspannende Medikamente
  • Manchmal ist eine Psychotherapie ratsam
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

"So vielfältig wie die Ursachen von Kopfhautjucken, so auch seine Behandlungsmöglichkeiten. Dabei müssen nicht immer gleich rezeptpflichtige Medikamente angewandt werden. Häufig reichen bereits einfach Hausmittel sowie spezielle Shampoos, um eine juckende Kopfhaut zu heilen."

Juckende Kopfhaut Hausmittel

Diverse Hausmittel sollen bei bei juckender Kopfhaut auf natürliche Art und Weise Linderung verschaffen und die Kopfhaut zusätzlich pflegen. Besonders häufig werden in diesem Zusammenhang Kokosöl, Backpulver und Teebaumöl erwähnt. Halten sie, was sie versprechen?

Hausmittel Wirkung
Backpulver
  • gilt als antibakteriell und kann die Kopfhaut auf eine natürliche Art und Weise von Schuppen⁶ oder Pilzen befreien
Kokosöl
  • soll antiviral und antibakteriell wirken⁷
Teebaumöl
  • wird ebenfalls eine antibakterielle und antimykotische Wirkung nachgesagt
  • soll helfen, Malassezia Hefepilze zu kontrollieren

Als weitere hilfreiche Hausmittel gelten Olivenöl sowie selbstgemachte oder in der Apotheke bestellte Tinkturen aus Wacholderbeeröl, Rosmarinöl und Nachtkerzenöl. Auch eine selbstgemachte Spülung aus Brennnesseltee und dem antibakteriellen Apfelessig, welche in einem Verhältnis von 2:1 zusammengerührt wird, soll sich bei juckender Kopfhaut bewähren. Ebenfalls hilfreich: Das Baden im Salzwasser.

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
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"Bei Hausmitteln gegen Kopfhautjucken ist Vorsicht geboten. Auch wenn einige von ihnen kurzfristig gute Effekte erzielen können, ist ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt und ihre Langzeitfolgen wenig erforscht. Bei falscher Anwendung, z.B. unverdünntes Teebaumöl auf der Kopfhaut, drohen Hautreizungen."

Juckende Kopfhaut Shampoo

Du suchst ein Waschmittel gegen juckende Kopfhaut? Da wirst du mit Sicherheit fündig: Auf dem Markt existieren zahlreiche Shampoo-Hersteller, die damit werben, Schuppen, Trockenheit und Juckreiz zu mildern. 

Bei dem Kauf Deiner neuen Haarpflege solltest Du auf einiges achten - denn nicht jedes dieser Haarwaschmittel ist wirklich für Kopfjucken geeignet. Hier die wichtigsten Aspekte:

Auf das solltest Du beim Kauf einer neuen Haarpflege achten
Warum ein neues Shampoo zulegen?
➔ viele Shampoos sind zu aggressiv und reinigen die Kopfhaut zu stark

➔ viele Shampoos reizen die Kopfhaut durch schädliche Inhaltsstoffe

➔ viele Shampoos spenden der Kopfhaut nicht genügend Feuchtigkeit / trocknen aus

Gut zu wissen: Es kann einige Wochen dauern, bis sich Deine Haare an das milde Shampoo gegen juckende Kopfhaut gewöhnt haben. Etwa können die Haare zeitweilig stumpf und trocken wirken. Sind die Silikonreste und Schadstoffe jedoch vollständig verschwunden, wird sich Dein Haar auch wieder regenerieren. 

Im Gegensatz zu Deinen Haaren wird Deine Kopfhaut sofort von der Shampoo-Umstellung profitieren und das Kopfjucken wird hoffentlich schnell nachlassen. Um Deine Kopfhaut langfristig zu schützen, solltest Du Dein Leben Lang auf milde, natürliche und hautneutrale Waschmittel zurückgreifen.

Unsere Produkt-Empfehlung: Baicapil-Shampoo

Mit einer Kombination von Baikal-Helmkraut, Soja und Weizenkeimextrakten ist das Baicapil-Shampoo besonders schonend für Deine Kopfhaut. 

  • Pflanzliches Produkt
  • Wirkt anregend auf den Haarwuchs
  • Bekämpft effektiv Haarausfall

Kann man juckende Kopfhaut vorbeugen?

Wenn Du juckende Kopfhaut vorbeugen willst, solltest Du bei Deiner Haarpflege einiges beachten:

Nutze natürliche, milde und hautneutrale Haarshampoos!

Sorge für eine regelmäßige Belüftung der Kopfhaut & meide enge Mützen und Co!

Schütze Deine Kopfhaut vor Extremtemperaturen, z.B. durch zu heißes Föhnen!

Schütze Deine Haare vor der Sonne, z.B. durch Sonnenschutzspray

Verwende Haarsprays, Haargel und Haarkuren nur in Maßen!

Wasche Deine Haare nicht zu oft!

Gib Dir ab und zu eine Kopfmassage!

Vermeide Stress!

Nimm genug Flüssigkeit zu Dir!

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck. - apl. Professor für das Fachgebiet Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

"Eine gute Haarpflege ist ein wichtiger Baustein zur Vorbeugung von Kopfhautjucken. Hierbei ist das Maß entscheidend: Haare und Kopfhaut sollten nicht durch ein Zuviel an Produkten oder Waschen überstrapaziert werden. Mit milden und natürlichen Haarpflegeprodukten kann man nichts falsch machen."


Quellenangaben

-
+

¹Misery, L., Sibaud, V., Ambronati, M., Macy, G., Boussetta, S., & Taieb, C. (2008). Sensitive scalp: does this condition exist? An epidemiological study. Contact dermatitis, 58(4), 234-238.

²Fischer, T. W. (2019). Wenn die Kopfhaut juckt. hautnah dermatologie, 35(1), 28-33.

³Baron J, Ruiz M, Palacios-Cena M et al (2016) Differences in topographical pressure pain sensitivity maps of the scalp between patients with migraine and healthy controls. Headache 57(2):226–235

⁴Rukwied, R. (2017). Physiologie der Kopfhaut. Der Hautarzt, 68(6), 431-436.

⁵https://dermatologie-oldenburg.de/leistungen/lichttherapie/

⁶Küster, W. (Ed.). (2001). Handbuch für Eltern und Betreuer von Kindern mit Ichthyose. SI.

⁷Vala, G. S., & Kapadiya, P. K. (2014). Medicinal benefits of coconut oil. International Journal of Life Sciences Research, 2(4), 124-126.

⁸https://www.gospring.de/blog/wie-wichtig-ist-der-sonnenschutz-fuer-die-kopfhaut

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.
Tabea Lange
Tabea Lange

Tabea Lange ist Content Creator bei MySpring. und macht medizinisches Fachjargon verständlich und greifbar für jederMann. Dabei lässt sie regelmäßig das Hintergrundwissen aus ihrem Psychologie-Studium einfließen. Thematisch deckt sie eine große Brandbreite an interessanten Themen ab - von sexuellen Funktionsstörungen über Haarausfall bis hin zur Analyse der Telemedizin.

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