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Ursachen,Behandlung und Verlauf von diffusem Haarausfall | MySpring

Diffuser Haarausfall

Ursachen, Behandlung und Verlauf von diffusem Haarausfall.

Diffuser Haarausfall (auch telogenes Effluvium oder diffuse Alopezie genannt) tritt auf, wenn das Haar auf dem Kopf gleichmäßig ausdünnt. Männer und Frauen können gleichermaßen davon betroffen sein. Die Vielfalt der möglichen Ursachen für diffusen Haarausfall erschwert eine gezielte Behandlung. Wenn jedoch der Auslöser entdeckt und beseitigt wird, kann diffuser Haarausfall gestoppt werden.

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*Rezeptpflichtige Arzneimittel bedürfen einer ärztlichen Verschreibung
Dr. med. Johannes von Büren
Medical Director Wellster Healthtech
Medizinisch geprüft von Dr. Johannes von Büren

Letzte Änderung: 25.03.2024

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Das Wichtigste in Kürze

    Menschen mit diffusem Haarausfall verlieren gleichmäßig auf der gesamten Kopfhaut mehr Haare als nachwachsen.

    Es gibt 2 Arten von Haarverlust: telogenen und anagenen.

    Diffuser Haarausfall tritt als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auf und ist nach Behandlung der Ursache umkehrbar.

    Was ist diffuser Haarausfall?

    Diffuser Haarausfall oder diffuse Alopezie beschreibt ein Phänomen, bei dem Mann oder Frau gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt Haare verliert. Dadurch wird die Kopfhaut mehr und mehr freigelegt. Es gibt 2 verschiedene Arten von diffusem Haarausfall: Haarverlust in der Ruhephase (Telogenphase) oder in der Wachstumsphase (Anagenphase) des Haarzyklus. Wenn die Ursache erkannt und behandelt wird, kann das Haar bei diffusem Haarausfall nachwachsen.

    Diffuser Haarausfall | MySpring
    Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

    apl. Professor für Haut-und Geschlechtskranheiten an der Technischen Universität München

    "Diffuser Haarausfall kann sowohl in einer akuten als auch in einer chronischen Form auftreten. In beiden Fällen wird der natürliche Wachstumszyklus des Haars beeinträchtigt, ohne die Haarwurzeln selbst zu zerstören. Daher erholt sich das Haar - sofern die Ursache des Haarausfalls behoben wird - normalerweise gut."

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    Haarwachstumszyklus

    Das Haarwachstum folgt einem Zyklus, der in 3 Phasen unterteilt ist: Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase.

    Etwa 85 % der Haare auf der Kopfhaut eines Menschen ohne krankhaften Haarausfall befinden sich in der Wachstumsphase (Anagenphase), 15 % in der Ruhephase (Telogenphase).

    Ein Haarfollikel wächst aktiv knapp 4 Jahre in der Anagenphase und geht anschließend für etwa 3 Monate in die Telogenphase über, bis er ausfällt. Während dieser Zeit wächst unter dem ruhenden ein neuer Haarfollikel heran.

    Telogenes Effluvium – übermäßiger Haarverlust

    Ein gesunder Mensch verliert täglich etwa 100 bis 150 Haare. Wenn Dir mehr Haare ausfallen, spricht man von telogenem Effluvium. 

    Bei dieser Art des diffusen Haarausfalls gehen plötzlich mehr Haare von der Wachstumsphase schneller in die Übergangsphase über. Dabei können mehr als 300 Haare pro Tag ausfallen. Die Dauer des telogenen Effluviums ist meistens zeitlich begrenzt und umkehrbar, vorausgesetzt die Ursache für den diffusen Haarausfall wird behoben.

    Telogenes Effluvium – übermäßiger Haarverlust

    Ein gesunder Mensch verliert täglich etwa 100 bis 150 Haare. Wenn Dir mehr Haare ausfallen, spricht man von telogenem Effluvium. 

    Bei dieser Art des diffusen Haarausfalls gehen plötzlich mehr Haare von der Wachstumsphase schneller in die Übergangsphase über. Dabei können mehr als 300 Haare pro Tag ausfallen. Die Dauer des telogenen Effluviums ist meistens zeitlich begrenzt und umkehrbar, vorausgesetzt die Ursache für den diffusen Haarausfall wird behoben.

    Telogener Haarausfall (Telogeneffluvium) Anagener Haarausfall (Anageneffluvium)
    Was ist das?

    Chronische Form des Haarausfalls:

    • die Haare erreichen schneller die Ruhephase
    • die Wachstumsphase wird verkürzt und langfristig fallen die Haare aus

    Akute Form des Haarausfalls:

    • Haare fallen während ihrer Wachstumsphase aus

    Erscheinungsbild

    • Betrifft ca. 20-50% der Kopfhaare
    • Leicht ausdünnend, über den Kopf verteilt

    • Betrifft bis zu 90% der Kopfhaare
    • (Vorübergehende) Glatze möglich

    Ursache Psychische oder physische Stressfaktoren (z.b. Fieber, Infektionen), hormonelle Störungen und Medikamente¹ Kürzlich zurückliegende Schädigung der Follikel, z.B. durch Chemotherapie, Alopecia areata diffusa, Intoxikationen oder körpereigene Substanzen
    Verlauf Diffuser Haarausfall beginnt ca. 2 bis 4 Monate nach dem auslösenden Ereignis; Dauer meist mind. 4 bis 6 Monate Haarausfall beginnt ca. 2 bis 4 Wochen nach dem auslösenden Ereignis; Dauer meist 1 bis 3 Monate
    Prognose Wenn der Auslöser des Haarausfalls beseitigt ist, stoppt der diffuse Haarausfall. Es vergehen 6 bis 12 Monate, bis die Haare nachwachsen. Nach Ende des Vorfalls beginnen die Haare zügig wieder voller zu werden und können oft sogar voller als zuvor nachwachsen. Eine Besonderheit: Aus lockigen Haaren können glatte werden und aus glatten Haaren lockige.

    Diffuser Haarausfall: ein Symptom anderer Erkrankungen

    Die Diagnose und Behandlung von diffusem Haarausfall gestaltet sich schwierig, da es viele mögliche Ursachen gibt. Krankheiten, Infektionen, Mangelerscheinungen, psychischer Stress oder falsche Haarpflege können allesamt zu Haarausfall führen.

    Medikamente als Auslöser für diffuse Alopezie

    Diffuser Haarausfall tritt häufig als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auf. Dazu gehören:

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    • Betablocker bei Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck
      Blutverdünner (Antikoagulantien) wie Markumar oder Heparin
      Bestimmte Antiepileptika (Carbamazepin)
      Retinoide (Vitamin A)
      Thyreostatika (Medikamente gegen Schilddrüsenüberfunktion)

    Auch eine Chemo- oder Strahlentherapie kann zu einem (meist vorübergehenden) Haarausfall führen.

    Kann Eisenmangel diffusen Haarausfall verursachen?

    Eisenmangel verursacht oft diffusen Haarausfall, besonders bei Frauen: Weniger rote Blutzellen werden gebildet, dadurch gelangt weniger Sauerstoff zu den Haarwurzeln. Das Ergebnis: diffuser Haarausfall. Ein Mangel an Nährstoffen, die wichtig für die Blutbildung sind, darunter B12 und Folsäure, kann ebenfalls zu diffusem Haarausfall führen. 

    Haarverlust kann zudem auch durch Zinkmangel, Omega-3-Mangel oder eine zu geringe Proteinzufuhr ausgelöst werden.

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    Wichtige Blutwerte bei diffusem Haarausfall

    Wenn Du bemerkst, dass Dein Haar ausfällt, solltest Du einen Arzt / eine Ärztin für Haarausfall aufsuchen. Das ist in der Regel ein Dermatologe / eine Dermatologin. Er / Sie wird eine ausführliche Anamnese durchführen und Deine Kopfhaut untersuchen. Zur Bestimmung der Ursache von Haarausfall kann die Bestimmung folgender Blutwerte hilfreich sein:

    Kleines Blutbild

    Eisenwerte (Ferritin, TfR)

    Schilddrüsenwerte (TSH)

    Zink

    Selen

    Biotin

    Hormone: z. B. Testosteron

    Entzündungsparameter

    Bei Haarausfall können weitere Untersuchungen notwendig sein, abhängig von den Ergebnissen und weiteren Symptomen.

    Ist diffuser Haarausfall ein mögliches Symptom von Autoimmunerkrankungen?

    Bestimmte Autoimmunerkrankungen können diffusen Haarausfall bei Männern und Frauen auslösen. Dazu zählen beispielsweise Psoriasis (Schuppenflechte) und Lupus.

    Frauen mit Diabetes Typ 2 haben im Vergleich häufiger diffuser Haarausfall. Autoimmunerkrankungen führen jedoch meistens eher zu kreisrundem Haarausfall.

    Hormonelle Schwankungen

    Sowohl eine Überfunktion als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse können Ursache für diffusen Haarausfall sein. 

    Auch hormonelle Umstellungen bei Frauen, wie beispielsweise durch die Einnahme der Verhütungspille oder in der Schwangerschaft, können den Haarzyklus beeinflussen. Dabei wird häufig zunächst die Wachstumsphase verlängert, was zu dichterem Haar führt. Nach der Geburt oder dem Absetzen der Pille kann der Effekt jedoch ins Gegenteil umschlagen und das Haar vermehrt ausfallen. 

    Erkrankungen, die mit einem Mangel an Östrogen einhergehen, wie zum Beispiel das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), können zu vermehrtem Haarausfall bei Frauen führen.

    Diffuser Haarausfall durch Stress, OP und Trauma

    Eine Erkrankung mit hohem Fieber oder eine schwere Infektion kann den gesamten Körper belasten, einschließlich der Haare. Monate nach der Infektion kann dadurch bedingt temporärer diffuser Haarausfall auftreten. 

    Auch diverse (Haut-)Krankheiten können diffusen Haarausfall auslösen, wie beispielsweise Ansteckungen mit Bakterien und Pilzen. Beachte, dass es durch eine schwere Infektion der Kopfhaut zu dauerhaftem vernarbenden Haarausfall kommen kann.

    Diffuser Haarausfall durch Pilz- und andere Infektionen

    Eine Erkrankung mit hohem Fieber oder eine schwere Infektion kann den gesamten Körper belasten, einschließlich der Haare. Monate nach der Infektion kann dadurch bedingt temporärer diffuser Haarausfall auftreten. 

    Auch diverse (Haut-)Krankheiten können diffusen Haarausfall auslösen, wie beispielsweise Ansteckungen mit Bakterien und Pilzen. Beachte, dass es durch eine schwere Infektion der Kopfhaut zu dauerhaftem vernarbenden Haarausfall kommen kann.

    Aggressive Shampoos und Fehler in der Haarpflege

    Durch aggressive Behandlungen, wie häufiges Färben, Bleichen, Glätten oder Föhnen, können Schäden an der Kopfhaut und den Haarwurzeln entstehen. Auch eine übermäßige Pflege oder die Verwendung schädlicher Produkte können die Haarstruktur schwächen.

    Diffuser Haarausfall: Verlauf und Prognose

    Diffuser Haarausfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen. Der Verlauf hängt von der Ursache und deren Entwicklung ab. 

    Eine vollständige Glatzenbildung bei diffusem Haarausfall ist jedoch nicht wahrscheinlich. Der Haarverlust ist umkehrbar: Das Haar ist in der Regel nach ein paar Monaten wieder so voll wie zuvor. 

    Diffusen Haarausfall stoppen: Was kann man dagegen tun?

    Telogenes Effluvium ist eine Art von Haarausfall, der nach mehreren Monaten von selbst aufhört. Wenn die auslösende Ursache erkannt und angemessen therapiert wird, ist keine weitere Behandlung des diffusen Haarausfalls nötig. 

    Wenn bei Dir hormonelle oder ernährungsbedingte Veränderungen, Mangelerscheinungen oder Stoffwechselerkrankungen vorliegen, normalisiert sich Dein Haarwachstum innerhalb von ein paar Monaten, sobald diese Ursachen behandelt werden.

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    Achtung! Du denkst, dass bestimmte Medikamente Deinen Haarausfall verursachen? Sprich mit Deinem behandelnden Arzt / Deiner behandelnden Ärztin. Gegebenenfalls kannst Du die Medikamente absetzen oder durch ein alternatives Präparat ersetzen.

    Minoxidil oder Finasterid sind keine geeigneten Mittel zur Therapie des diffusen Haarausfalls aufgrund seiner vorübergehenden Dauer. Sie werden nur zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls eingesetzt. Eine Haartransplantation ist ebenfalls keine empfohlene Behandlungsoption für die diffuse Alopezie.

    Wenn die Ursachen für den diffusen Haarausfall behoben sind, hört dieser im Normalfall auf. Die Haare wachsen innerhalb von 3 bis 6  Monaten von selbst nach

    Zusammenfassung

    Diffuser Haarausfall beschreibt einen gleichmäßigen Verlust der Haare über der gesamten Kopfhaut. Er kann durch verschiedene Krankheiten, Mangelerscheinungen oder hormonelle Veränderungen verursacht werden. Telogenes Effluvium trifft bei Männern und Frauen gleichermaßen auf. Es ist jedoch nur vorübergehend und selbstlimitierend (ohne äußere Einflüsse endend), sobald die zugrunde liegende Ursache behandelt wird.

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